Phillip


Phillip


Wer ruft da an? Sein Vater? Wann hat der ihn das letzt Mal angerufen? Wieso soll er wissen, wo seine Mutter ist. Er schaltet seinen Computer auf standby und verlässt seinen Schreibtisch. Ein bisschen Hin- und Herlaufen tut ihm gut. Die Vorbereitung für die Konferenz morgen muss warten.

Da musst du Maria anrufen, die weiß das sicher.“

Die erreiche ich nicht.“

Vielleicht rufst du Mutter selbst an.“

Witzbold, die hat die Mailbox eingeschaltet.“

Sie wird schon nicht in der Spree versunken sein. Vielleicht hat sie es nicht mehr mit dir ausgehalten und ist irgendwo angelandet.“

Phillip drückt seinen Vater weg.. Er ahnt nicht, wie recht er hat.

Was hat sein Erzeuger wieder angestellt? Es gibt immer wieder Ärger zwischen seinen Eltern und dann soll er als Sohn Frieden schaffen. Sie hätten sich längst trennen müssen.

Es ist ihm egal. Sollten die Alten sehen, wie sie klar kommen. Er selbst hat eigene Probleme. Seine Frau Sabine nervt ihn. Immer weiß sie alles besser. Aber er will auf keinen Fall wie sein Vater werden, autoritär und arrogant. Deshalb gibt er oft nach, wenn es um grundsätzliche Entscheidungen in ihrem gemeinsamen Leben geht, in der Erziehung der Kinder und auch sonst, was den Alltag betrifft.

Sie ist sexy und klug, auch deshalb lässt er sie machen. Im Bett ist sie ein Knaller. Sie sind zehn Jahre zusammen, aber im Bett klappt es einmalig. Der Gedanke an seine Frau und ihre Liebesvariationen bringen seinen Unterleib zum Kribbeln. Er setzt sich auf den kleinen Stuhl, der neben einem runden Tischchen steht. Es ist der Sitzplatz für seine Studenten und seine Mitarbeiter, wenn sie Rat und Hilfe brauchen. Sein Ruf als kompetenter Germanist geht weit über seinen Lehrstuhl hinaus.

Aber jetzt bitte keine Störung. Er spreizt die Beine und schiebt sie weit von sich. Dann öffnet er seine Hose und beginnt seinen Schwanz zu reiben, der schon eine beträchtlich Steife erreicht hat. Wie hinreißend ist der kleine weiße Hintern seiner Frau, wie weich fühlt sie sich zwischen den Beinen an. Er fühlt und stöhnt.

Es klopft. Er hätte die Tür abschließen sollen. Er ist gestört. Sein bestes Stück schwindet.

Nein, bitte jetzt nicht. Es klopft noch einmal dringlicher.

Herr Dr.Weinert, der Dekan will Sie sprechen.“

Ach ja, der Dekan, der wollte kommen. Es hilft nichts. Er muss sich wieder ordnen. Alles, was sich nach außen drängt, wird hastig in die Hose gestopft. Aufstehen, Hose hoch und Hosenstall zu.

Sofort“, die Jeans wird zum Putzlappen. Dann geht er und öffnet die Tür seines Büros.

Der Dekan, ein dicker rosiger Mann, setzt sich unaufgefordert auf den Stuhl, auf dem Phillip eben gesessen hat. Zum Glück ist er kein Freund von Händedrücken. Klebrige Hände sind unangenehm.

Wärmen Sie Ihre Stühle immer an, bevor Sie Besuch erwarten. Wir haben einen Termin. Haben Sie ihn vergessen?“

Nein, natürlich nicht. Aber mein Vater hat angerufen. Meine Mutter ist verschwunden und das regt ihn auf.“ Phillip setzt sich an seinen Schreibtisch.

Das kann ich verstehen“, die Blicke des rosigen Mannes gehen durch den Raum, „hoffentlich klärt sich das Verschwinden Ihrer Mutter bald auf. Aber jetzt zur Sache. Wie Sie wissen, geht es um eine Studentin, die sich bei mir beschwert hat. Sie hätten ihre Hausarbeit zu schlecht bewertet.“

Philipp sitzt ganz ruhig und sieht den Dekan aufmerksam an. Er hört ihm nicht zu. Die Worte klingen wie vernebelt. Wie schade, er wäre eben gern zu Potte gekommen. Er stöhnt... „fehlt Ihnen etwas? Hören Sie mir eigentlich zu?“ Der Dekan sieht ihn erstaunt an.

Ja, natürlich...“, Phillip reißt sich zusammen. Aber heute Abend, da will er alles nachholen und er ist sicher, dass Sabine mitzieht.



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30.6.20 16:27

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